Unser Leben

Es ist alles nicht einfach, aber eigentlich sind wir alle rundum glücklich. Der Stein kam ins rollen als ich vor über 10 Jahren einen Schlaganfall bekam. Danach rutschte ich in eine tiefe Depression und ich hatte keine andere Wahl als ins Krankenhaus zu gehen um mich therapieren zu lassen.

So fing alles an, ich malte wieder, es wurde dann irgendwann zu meiner alltäglichen "Arbeit" in der Klinik, ich merkte das ich das schon lang vergessene doch wieder so tief in mir habe, ich konnte plötzlich durch meine Bilder mein tiefstes Inneres nach außen bringen, was ich mit Worten nie fassen kann und ich merkte das es meine eigene Kommunikation ist.

Meine Diagnose damals lautete schon Asperger Autism Syndrom, ich lebe schon immer in Extremen, bei mir gibt es nur weinen oder lachen, aber tief in mir habe ich alles und manchmal viel zu viel davon und ich kann es nicht steuern.

Ich bin sehr menschenscheu, denkt aber nicht das ich Angst habe, es fällt mir nur sehr schwer mich mit Menschen zu unterhalten, ich weiß niemals ob ich es richtig mache. Es fällt mir sehr schwer anderen in die Augen zu sehen, ich habe Angst berührt zu werden, es könnte bei mir Schmerzen auslösen, aber inzwischen weiß ich das manche Umarmung sehr gut tun kann, das habe ich mühsam lernen müssen in Therapien.

Ich bin sehr überängstlich, Höhe, geschlossene Räume, Menschenmassen(Stadt) und laute Menschen überhaupt laute Geräusche zwingen mich in die Knie. Aber ich übe jeden Tag, was für andere völlig normal ist muß ich immer noch lernen mit 45 Jahren.

Bis ich Jemanden vertraue dauert es ewig, was aber nicht heißen soll das ich es nicht kann und das ich Niemanden mag. Ich habe sehr viele ganz liebe Menschen um mich herum.

Es tut sehr gut wenn man mich so nimmt wie ich bin, ich enttäusche nicht, jedenfalls nicht wissentlich, ich lüge nicht, hat sowieso keinen Sinn weil ich mich gleich darauf selbst verrate.

Meine Kinder sind mir heilig, sie sind mir teils so ähnlich das es einem Angst machen kann :-) , aber es ist schön, ich bin auf jeden einzelnen so stolz das ich sehr gerne über sie und mit ihnen rede.

Meine 3 Jungens haben alle das Asperger autism Syndrom, aber sie sind super tolle Kerle, die es zwar nicht immer weinfach habren, gerade im sozialem und emotionalem Bereich, aber sie kämpfen, so wie ich, jeden Tag aufs Neue, um einfach ganz normal zu sein.

Es ist nur schade das sich so wenig Menschen mit dem Thema Autismus auseinander setzen, oftmals Autisten als dumm abstempeln oder Trottel nur weil das Verhalten eines Autisten anders ist. Es heißt nicht das Autisten dumm sind, es heißt auch nicht das Autisten keine Liebe spüren können, es heißt auch nicht das Autisten gemein sind.

Autismus heißt besonders zu sein, nicht verrückt.

So und abschließend will ich noch sagen, ich werde es mir nicht schriftlich bescheinigen lassen das ich ein Autist bin, was hätte ich davon, so habe ich wenigstens die Chance ein normales Leben als Mutter, Frau und Künstlerin zu leben ;-)

 


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